Limburg Kornmarkt

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Aufnahme des Kornmarkts in Limburg, aus Richtung Süden fotografiert, auf einer 1930 gelaufenen Postkarte

Datierung

Die Postkarte aus dem Verlag von Foto Heinz in Limburg wurde 1930 verschickt.

Blickrichtung

Es handelt sich um einen Blick auf den Kornmarkt aus Richtung Süden.

Bildauswertung

Insgesamt kann man vom damaligen zum heutigen Zustand nur wenige Veränderungen feststellen. Das liegt vor allem daran, dass Limburg deutschlandweit eine der ersten Städte war, in denen man den Wert der historischen Bausubstanz erkannte. Schon in den 1960er Jahren rückte man von dem Prinzip ab, dass alte Substanz eher abgerissen und ersetzt wurde. Vor allem die zentralen Bereiche, wie hier am Kornmarkt, blieben erhalten. Der größte Unterschied zu heute zeigt sich auf der rechten Bildseite. Dort ist der Flachbau zu sehen, der im Jahr 1901 für die Händlerfamilie Cahensley anstelle älterer Gebäude errichtet wurde. 1957 kaufte dann die Commerzbank den Komplex und ließ dort den heute bestehenden mehrstöckigen Bau errichten, in den nur noch Teile eines mittelalterlichen Vorgängers in Richtung Barfüßerstraße vorhanden sind.

Die Nordseite des Platzes ist heute weitgehend wie auf dem Foto erhalten, mit der Textilhandlung Siebert in der Mitte, verwandt dem zunächst Hadamarer Handelshaus Siebert. Das Schuhhaus Brühl besteht heute an gleicher Stelle als Brühl-Fink dem Namen nach, allerdings als Teil eines überregionalen Unternehmens. Dort hat das Untergeschoss inzwischen Schaufenster mit größerem Glasanteil. Allerdings dürfte die auf dem Foto sichtbare Bauform mit ihren etwas kleineren Schaufenstern ebenfalls relativ jung sein. Laut Hessischer Denkmaltopographie kaufte das Handeslhaus Brühl 1919 die drei dort befindlichen Fachwerkhäuser zusammen. 1926 wurden die Verkaufsräume im Erdgeschoss neu gestaltet, vermutlich also in dem auf dem Bild sichtbaren Zustand. Das passt zur vermuteten Versendung der Karte 1930. Die Obergeschosse haben sich bis heute gerettet.

Ähnlich sieht es auf der linken Bildseite auf. Das dortige Eckhaus, ehemals die Gaststätte zum goldenen Hirsch, hat ihre Erdgeschossfassade zu Beginn des 20. Jahrhunderts verloren, wie an den schlichten formen auf dem foto zu sehen ist. Bis heute folgten weitere moderne Umbauten, während die Obergeschosse erhalten und restauriert wurden. An dem ganz links angeschnittenen Geschäftshaus ist von den ornamental gestalteten Säulen an der Erdgeschoss-Fassade heute nichts mehr zu sehen. Auch die Litfaßsäule gibt es nicht mehr.

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